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Sahra und die toten Juden – Anmerkungen zum deutschen Gedenken

Februar 2nd, 2010 · 54 Kommentare

Vergangenen Mittwoch hielt der israelische Staatspräsident Schimon Peres anlässlich des 65. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz eine Rede vor dem deutschen Bundestag. Am Ende der Ansprache blieben Medienberichten zufolge die Abgeordneten Sevim Dagdelen, Christine Buchholz und Sahra Wagenknecht (alle Linkspartei) demonstrativ sitzen, während sich der Rest des Bundestages zum Applaudieren von den Stühlen erhob. Wagenknecht veröffentlichte nun eine Stellungnahme, die zwar kurz ist, aber dennoch so manches darüber preisgibt, wie die Lust der Deutschen am Gedenken mit gleichzeitiger Verweigerung für die Probleme der Gegenwart einhergeht.

Die Information kam aus den eigenen Reihen: Michael Leutert, ebenfalls Mitglied der Linksfraktion im Bundestag, erzählte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, dass seine Kolleginnen dem israelischen Staatsoberhaupt den Respekt verweigerten und kritisierte ihr Verhalten im Kontext des Holocaust-Gedenktages. Dafür wird er jetzt, wie er auf seiner Homepage veröffentlicht hat, in E-Mails als “jüdischer Schleimlecker” und “vom Teufel besessen” beschimpft. Unterdessen hat Sahra Wagenknecht eine Stellungnahme veröffentlich. Sie erklärt darin bezüglich ihrer Verweigerungshaltung, dass sie “einem Staatsmann, der selbst für Krieg mitverantwortlich ist, einen solchen Respekt nicht zollen kann” und beteuert gleichzeitig:

“Mein Verhalten bedeutet in keinster Weise, dass ich dem Anlass der Rede, dem Gedenken an das von Deutschen verübte Verbrechen des Holocaust, den Respekt versage. Vor den Opfern der Shoa verneige ich mich in tiefer Demut.”

Für ihr “Verhalten” hat sie bereits den Beifall eines sächsischen NPD-Landtagsabgeordneten bekommen. Und Wagenknecht ist auch sonst mit dieser kruden Kombination – Gedenken: ja; Prävention: nein – nicht alleine. Vor toten Juden verneigt man sich in Deutschland gerne, denn es bereitet keine allzu großen Umstände ein inniges Verhältnis zu Menschen aufzubauen, die sich gegen die Umarmung nicht mehr wehren können. Man errichtet ihnen eine eigene Kranzabwurfstelle in Berlin, schleift regelmäßig Schulklassen nach Dachau und organisiert Friedensgottesdienste um der Novemberpogrome von 1938 zu gedenken. Eine tatsächliche Auseinandersetzung mit Antisemitismus als ideologische Voraussetzung für den Massenmord (und sein Weiterbestehen über den 8. Mai 1945 hinaus) bleibt im kollektiven Gedenktaumel zugunsten hohler Betroffenheitsrhetorik auf der Strecke. Was bleibt ist das sinnentleerte Mantra von der kollektiven Verantwortung und die ebenfalls gebetsmühlenartig wiederholte (und leicht bedrohlich daherkommende) Selbstvergewisserung, man habe ja aus der Geschichte gelernt.

Mit lebenden Juden, vor allem solchen die auch am Leben bleiben wollen, tut man sich hingegen schon schwerer, vor allem wenn sie in einem Staat organisiert sind, der sich partout nicht durch die zahlreichen antisemitischen Terrorgruppen oder eine Atombombe auslöschen lassen möchte. Wenn es nämlich um die konkrete und aktuelle Bedrohung durch den iranischen Präsidenten Ahmedinedschad geht, dann wird das Schweigen fast schon ohrenbetäubend und auch jene, die kurz zuvor noch beim Schauen der DVD-Version von “Schindlers Liste” vor lauter Trauer- und Gedenkarbeit beinahe eine Träne abgesondert hätten, stehen an der Seite derer, die sich nichts mehr herbeisehnen als das Ende des jüdischen Staates. “Denn Juden sollen gefälligst”, so persiflierte Eike Geisel diese emotional-ideologische Gemengelage bereits vor vielen Jahren, “wenn sie nicht tot sind, leiden, mahnen und warnen, aber nicht zurückschlagen”[*]. Die Abgeordneten der Linkspartei nehmen den lebenden Juden wohl übel, dass sie sich an dieses Credo nicht halten.

* Eike Geisel: “Die ganz normale Sonderbehandlung – Über einige Judensternstunden der Deutschen Presse”. In: “Triumph des guten Willens”, 1998: S. 20

Foto: Wikipedia ; Urheber: S1; GNU-Lizenz

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Kategorie(n): German Gedenken

54 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 crackerjack // Feb 2, 2010 at 11:00

    Das wagenknecht den representanten eines occupations regiems, der den holocaust gedenken zur kriegstreiberei umfunktioniert, den respekt verweigert, zeigt nur das sie , als eine der wenigen, die lehren des 3 reichs begriffen hat.

  • 2 Freud // Feb 2, 2010 at 11:26

    Danke! Fein gekontert.

  • 3 keine koa mit antisemitinnen « Schneespuren // Feb 2, 2010 at 11:26

    [...] dann sprachen sie diesem staat das überlebensnotwendige recht auf selbstverteidigung ab (siehe hier). zwei der drei, sevim dagdelen und sahra wagenknecht, sind über die nrw-landesliste der pdl in [...]

  • 4 Abraham Melzer // Feb 2, 2010 at 12:24

    Es wundert mich nicht, dass es bis jetzt keine Kommentare gibt. Was soll man zu so viel Unsinn und Zynismus schreiben.
    Hochachtung vor Sarah Wagenknecht, die sonst nicht unbedingt mein Typ ist, aber diesmal genau das richtige getan hat. Einem politischen Verbrecher wie Shimon Peres, der Inbegriff des Opportunismus und des Rassismus, kann und darf man nicht Ehre erweisen.
    Und das hat mit diesem unsäglichen broderschen Unsinn, dass man in Deutschland nur tote Juden liebt, nichts zu tun, zumal diese Behauptung nicht nur falsch, sondern bösartig und dumm ist.
    Man mag in Deutschland leider auch lebende Juden und erweist diesen zu viel Ehre. Manchmal allerdings auch den richtigen, wie zB Daniel Barnboim oder Alfred Grosser oder Felicia Langer.
    Juden dürfen auch zurückschlagen, wenn sie geschlagen werden. Aber die Ermordung von 14500 Zivilisten in Gaza ist weit davon entfernt ein “Zurückschlagen” zu sein. Wenn jemand meint, dass müsse man den Juden erlauben, dann kann er auch nichts dagegen haben, was Putin in Tschetschenien getan hat oder die Chinesen in Tibet oder eben auch Hitler mit den Juden.

  • 5 Karl Nusserle // Feb 2, 2010 at 13:43

    @ Abraham Melzer

    Interessant, dass sie Russland und China erwaehnen, die ja nun in ganz anderem Zusammenhang weit mehr Verbrechen an den Menschenrechten verueben, und dennoch nicht das gleiche Mass an Ablehnung und Aufmerksamkeit erhalten wie Israel.
    Die Zahl der palaestinensischen Opfer kurzerhand zu verzehnfachen (zumindest wenn man in den nun auch nicht gerade unkosheren Goldstone Bericht schaut) spricht in diesem Zusammenhang natuerlich fuer sich.

  • 6 Orthopaede // Feb 2, 2010 at 14:50

    @Abraham Melzer
    Ja, Herr Melzer: Und wenn Sie noch weitere Nullen zu der Zahl von 1450 zufügen, wird es nichts daran ändern, dass 1. Broder im Bezug auf Sie Recht hat
    und 2. im Falle des Falles auch Sie sich im Waggon unter Buchstaben “M” einfinden werden müssen. Trotz Ihrer Mühe!

  • 7 Yaku // Feb 2, 2010 at 15:05

    Herr Leutert hat ganz richtig gehandelt und ich hoffe, dass er sich von den antisemitischen Hassmails nicht beeindrucken lässt.

    Zu Melzer braucht niemand mehr etwas zu schreiben, der disqualifiziert sich – wie üblich – immer am besten selber.

  • 8 heplev // Feb 2, 2010 at 16:22

    Sahra Wagenknecht und Demut?
    Das ist ein Widerspruch in sich!
    Aber was will man von einer wie ihr erwarten? Wahrhaftigkeit?
    Nee, sie konsequent. Aber eine konsequente Hezterin.

  • 9 Stef // Feb 2, 2010 at 19:34

    Der BAK Shalom der Linkspartei hat jetzt auch eine Stellungnahme veröffentlicht:

    http://bak-shalom.de/index.php/2010/02/02/pressemitteilung-02-februar-2010-der-tag-der-opfer-des-nationalsozialismus-darf-nicht-missbraucht-werden/

  • 10 Lex Luger // Feb 2, 2010 at 20:10

    Interessant, wie Sie sich hier alle dazu berufen fühlen, einen auf empört zu machen, bloß weil ein israelischer Jude nicht von allen die Schmatzer förmlich auf die Wange gepresst bekommen hat. Herr Melzer weiß zum Glück als einzig vermeintlich klar denkendener hier einiges dazu zu sagen und seine kleine Analyse trifft, auch in Anbetracht der hingerotzten Antworten, voll ins Schwarze.

    Grüße
    Lex Luger

  • 11 Rainer David W. Früh // Feb 2, 2010 at 20:46

    @”crackerjack”
    Interessant, dass der Primitivantisemitismus, wie Sie ihn demonstrieren und leben, immer auch mit einer gravierenden Rechtschreibschwäche einhergeht.
    Und da sind wir schon bei Herrn Melzer, der, wann immer es was gegen Broder zu schreiben gibt, obwohl Broder gar nicht in dem Artikel zur Debatte stand (er kann nicht von ihm ab), sich Urlaub aus der Anstalt nimmt.
    Melzer nimmt es nicht genau mit den “Opferzahlen”, weiß er doch, dass ihn sowieso keiner mehr (nicht mal seine links- und rechtsradikalen Freunde, die ab und zu mal ein Abo von ihrem Lieblingsjuden kaufen) ernst nimmt. Nicht mal, wenn er sich selbst in seiner Eigenschaft als Null an die von ihm zitierten Opferzahlen dranhängt.
    Melzer steht in der Tat stellvertretend und als Symbol für die ganze Zusammenrottung der antisemitischen Bruchpiloten, die es in diesem Lande gibt. Nichts Gescheites gelernt, noch nie was bewegt, aber sich dafür an den Juden/Israelis abarbeiten; und überm Bett, an der Decke Bilder von Broder zum Einschlafen. Was auch immer er dann tun mag……

  • 12 Schula // Feb 2, 2010 at 21:46

    “Herr Melzer weiß zum Glück als einzig vermeintlich klar denkendener hier einiges dazu zu sagen und seine kleine Analyse trifft, auch in Anbetracht der hingerotzten Antworten, voll ins Schwarze.”

    Schlapplach, da hat der Teutone mal wieder seinen Alibijuden entdeckt. Natürlich sind Antisemiten alias M. allein die “klar denkendenen”, das ist schließlich der Wahn des Judenhassers.

    Uf Mipo, Witzbold

  • 13 Dr.med.Wurst // Feb 2, 2010 at 22:36

    @Lex Luger
    Welche Analyse? Ich kann leider nur antisemitische Ressentiments bei Herrn Melzer lesen.

    Frau Wagenknecht relativiert in ihrer Stellungnahme sogar den Holocaust.
    “…der selbst für Krieg mitverantwortlich ist…”
    Somit setzt sie jegliche Art von Krieg gleich und verwischt die Singularität der Shoah.

  • 14 One Minute // Feb 3, 2010 at 00:19

    Ahmadinejad leugnet den Völkermord an den Juden und Shimon Peres den Völkermord an den Armeniern. Peres ist der letzte, der irgendwen etwas von Moral und Verantwortung predigen kann. Er ist ein Heuchler, daher sollten diejenigen, mal ihr Verhalten hinterfragen, die Peres applaudieren und Ahmadinejad beschimpfen. Wie will man den Iranischen Regierung gegenübertreten, wenn Israel selbst einen Völkermord leugnet und die Opfer stigmatisiert? ONE MINUTE!!!

  • 15 Rainer David W. Früh // Feb 3, 2010 at 01:41

    @ One Minute: “Peres ist der Letzte, der irgendwen etwas von Moral und Verantwortung predigen kann” (Fehler original übernommen).
    Wann hat Shimon Peres wo, mit welchen Worten den Genozid an den Armeniern geleugnet?
    Übrigens, wie ist dann Ihre Meinung zur Türkei, für die ja (egal, ob Regierung, Staatspräsident, die Medien oder auch schlicht “das Volk”) die Leugnung des Völkermordes Staatsräson ist? Ich nehme an, Sie platzieren Ihren Hintern dennoch in Alanya in die Sonne!
    Und Ihre (moralische) Gleichstellung von Ahmadinejad und Peres ist auch recht mutig, aber mit Sicherheit so von Ihnen gewollt. Das spricht auch für Ihr Differenzierungsvermögen. Übrigens: Ahmadinejad leugnet den “Völkermord” (ich nehme an, Sie meinen den Holocaust bzw. die Shoah) an den Juden, kündigt aber einen Neuen an den Juden in Israel an. Aber das ist Ihnen bei Ihrer Suche nach Wahrheit und moralischer Kompetenz sicherlich entgangen. Ich nehme an, es ist Ihnen auch egal, Sie Moralspezialist.
    Bevor Sie Leute wie Peres in Ihrer typisch deutschen, großmäuligen Herrenmenschmentalität locker und nassforsch zu Heuchlern abstempeln, müssen Sie noch gewaltig an sich arbeiten, Sie Superleichtgewicht.

  • 16 FFF // Feb 3, 2010 at 01:42

    Für Die LINKE sind eben tote Juden die besseren Juden.

  • 17 Exo // Feb 3, 2010 at 09:32

    Natürlich haben die besagten Personen das gute Recht, sitzen bleiben zu dürfen. Sie sollen auch ihre Begründung dafür abgeben dürfen, seien sie noch so abwegig.
    Leider fehlt den Damen – und nicht nur denen – die nötige Sensibilität im Umgang mit Vertretern des Zwergstaates Israel.
    Es ist zwecklos, von linken Fundamentalisten rationale also ausgewogene Standpunkte zu erwarten.
    Nicht nur in dieser Frage wird von Israelkritikern rein ideologisch argumentiert, wie überhaupt es mir scheint, als würden alle brisanten Themen heutzutage frei von Rationalität behandelt.
    Beherrscht denn keiner mehr die Kunst der ausgewogenen Erörterung eines Sachverhalts? Das Schwarz-Weiß-Denken ist wieder schwer in Mode gekommen.
    Sogar vorgebliche Verstandesmenschen berauschen sich mittlerweile feuilletonistisch an ihrer eigenen Unvernunft.
    Bei aller berechtigten Kritik an Israel – “niemand” soll nicht kritisiert werden dürfen – darf einfach nicht vergessen werden, daß die durch fundamentalistische Hassprediger (Hamas etc.) indokrinierten Palästinenser am liebsten eines wollen, nämlich die Vernichtung Israels.
    Was aber kann man schon von deutschen “Denkern”erwarten? Ein Land, welches Geld an afghanische Terroristen und schweizer Bankräuber zahlen will, sich also in der Spitze bereits von Vernunft, Anstand und Moral verabschiedet hat, leistet sich eben auch eine “Linke”, die den vorgelebten Unsitten in puncto Blödheit erfolgreich nacheifert.
    Blödheit ist nicht verboten. Für eine politische Laufbahn scheint sie sogar vorteilhaft.

  • 18 A.Bundy // Feb 3, 2010 at 10:43

    “Daniel Barnboim “, dass klingt als hätts der “Führer” ausgerotzt. Passt auch gut zu: “Man mag in Deutschland leider auch lebende Juden und erweist diesen zu viel Ehre.”
    Ja der Abi Melzer vom (Anti)Semit, der Hofjude der rinks-lechten Querfront hat wieder schwer zu kämpfen mit Rechtschreibung und Syntax. Und seinem Broderknacks.

  • 19 humanist // Feb 3, 2010 at 13:06

    eine von zahllosen stellungnahmen:

    Die UNO-Sonderkommission von 1972
    schließt ihren Bericht über die isrelische Siedlungspolitik mit der
    Folgerung, dass sie “eine vorsätzliche Politik der Annexion und der
    Besiedlung der besetzten Gebiete (sei), die sich durch die absichtliche
    Ausrottung der palästinensischen nationalen Identität, …die
    Verweigerung des Rechts auf Rückkehr (und anderer Rechte) auszeichne und
    die als Negierung von Buchstaben und Geist der vierten Genfer Konvention
    zu erachten sei”.

    und da soll man dann aufstehen?

  • 20 humanist // Feb 3, 2010 at 13:10

    exo

    ” Bei aller berechtigten Kritik an Israel – “niemand” soll nicht kritisiert werden dürfen – darf einfach nicht vergessen werden, daß die durch fundamentalistische Hassprediger (Hamas etc.) indokrinierten Palästinenser am liebsten eines wollen, nämlich die Vernichtung Israels.
    Was aber kann man schon von deutschen “Denkern”erwarten?”

    sie meinen, den palästinensern geht es so saugut, daß man sie dazu erst aufstacheln muß. sie handeln also nicht selbständig

  • 21 Dr.med.Wurst // Feb 3, 2010 at 15:39

    Der Mythos illegaler Siedlungen
    David M. Phillips….
    erschienen in Commentary…. Dezember 2009

    Die Auffassung, dass die jüdischen Siedlungen im Westjordanland illegal wären, ist gegenwärtig allgemein so akzeptiert, dass es kaum den Anschein hat, dass über diese Frage Diskussionsbedarf besteht. Doch dem ist nicht so. Jahrzehnte des Streits über das Problem haben die komplexe Natur dieser sehr spezifischen juristischen Angelegenheit verdunkelt, so dass ein vermutlich überwältigender Schuldspruch gegen die Siedlungspolitik verhängt wird. [...]

    http://jer-zentrum.org/ViewBlog.aspx?ArticleId=90

  • 22 Exo // Feb 3, 2010 at 16:41

    @humanist
    Ich denke nicht, daß es “den Palästinensern” saugut geht – abgesehen von ihren dickbäuchigen Repräsentanten -, aber ja, ich denke, daß palästinenische Kinder, die in ihrem TV (schade, daß man Fernseher nicht essen kann) Sendungen vorgesetzt bekommen, in denen der Mord an Israelis nicht nur verharmlost, sondern als Heldentat glorifiziert wird, selbstverständlich auf äußerst destruktive Weise fremdgesteuert werden.
    Dort findet eine massive Gehirnwäsche statt.
    Ja, das nenne ich Indoktrination.
    Es ist inhuman und verachtenswert und übersteigt jegliches Maß an berechtigter Kritik.

  • 23 Lex Luger // Feb 3, 2010 at 20:14

    Shalom.

    Ich bitte Sie, meine Herren. Ich dachte – als ich mein nettes Wrestler-Pseudonym (eigentlich eine entschieden amerikanische Angelegenheit, das sollte mich doch nun vom Antisemitismus lossagen, oder etwa nicht?) in das Eingabefeld eingetragen habe -, daß ich hier mit geistig gesunden Menschen rede. Offensichtlich leiden hier aber nicht wenige Mitschreiberlinge an latenter Paranoia, ähnlich wie die Nationalsozialisten, nur sogar etwas ekelerregender.

    Nazis – mit ihren Vorurteilen und auf die Rasse zurückgeführten aber gleichzeitig herbeibeschworenen Eigenschaften verschiedener Volksgruppen, darunter auch die Juden, erheben immerhin keinen Anspruch, die Moral in persona zu sein. Dies ist hier allerdings der Fall, bei den glorreichen Moralkreuzrittern in glänzender Rüstung, die glauben, überall den Antisemitismus ausgemacht zu haben. Meine Herren, lassen Sie sich einweisen, Sie haben große Probleme. Und das meine ich ernst.

    Den Juden Melzer als Antisemiten zu bezeichnen, der angeblich dem Selbsthasse zum Opfer gefallen ist? Ich kann es nur wiederholen, liebe Herren viel-zu-alt-68er: Ich bitte Sie. Ich bitte Sie unaufhörlich, hören Sie auf zu spinnen.

    Sie sollten sich vielleicht mal vor Augen führen, wie und warum sie Antisemitismus ausmachen. Damals war derjenige Antisemit, der in den Juden das Grundübel der Gesellschaft ausgemacht haben wollte. Das bedeutet, daß Antisemitismus niemals persönlicher Natur war, sondern immer auf ein Kollektiv bezogen.

    Hätte Wagenknecht gesagt, ich werde für einen JUDEN nicht aufstehen, so wäre dies Antisemitismus. Wagenknecht hat allerdings lediglich DIESEM Juden nicht ihren Respekt gegeben und dies hat sie begründet. Ob die Begründung richtig oder falsch ist, kann man diskutieren.

    Mit Antisemitismus, meine Herren, hat dies allerdings wenig zu tun. Ich gehe aber davon aus, daß Sie nun entschieden haben, daß ich auch ein Antisemit bin. Warum auch nicht: Aus Ihren Mäulern klingt es sogar wie ein Kompliment.

    Mit freundlichen Grüßen,
    der strukturell-antisemitische Teutone

  • 24 Schula // Feb 3, 2010 at 21:54

    Auch wieder ein typisches deutsches “Argument”, Juden mit Nazi zu vergleichen. Das ist im übigen Anitsemitismus. Weisen Sie sich doch am besten selber ein, so viel Müll und Dummgeschwätz in wenigen Sätzen ist schon deutsch-psycho-pathologisch.

    Refua Schlema!

  • 25 Yael // Feb 3, 2010 at 22:29

    Statt Auschwitz als Besserungsanstalt zu begreifen, führten sie sich wie ihre vormaligen Peiniger auf und bedürften daher einer besonderen Fürsorge. Es ist, wie bereits Adorno befand: Wenn man schon zugibt, dass Verbrechen geschehen sind, dann will man auch, dass das Opfer mitschuldig ist. Wer sich dieser Sonderbehandlung der etwas anderen Art verweigert, wird bestraft, vorerst noch mit Liebesentzug in Form der „Israelkritik“, die Eike Geisel anlässlich des Golfkriegs 1991, aber nicht zum ersten Mal, als das identifizierte, was sie ist (12):

    „Im Namen des Friedens gegen Israel zu sein, ist etwas Neues. Denn dieses Ressentiment hat alle praktischen und politischen Beweggründe abgestreift. [...] Dieser neue Antisemitismus erwächst weder aus niedrigen Instinkten noch ist er Ausfluss ehrbarer politischer Absichten. Er ist die Moralität von Debilen. Das antijüdische Ressentiment entspringt den reinsten menschlichen Bedürfnissen, es kommt aus der Friedenssehnsucht. Es ist daher absolut unschuldig, es ist so universell wie moralisch. Dieser moralische Antisemitismus beschließt die deutsche Wiedergutwerdung insofern, als sich durch ihn die Vollendung der Inhumanität ankündigt: die Banalität des Guten.“
    http://www.lizaswelt.net/2007/08/in-memoriam-eike-geisel.html

    @spinner Luger

    sie haben Probleme, aber Große.

    Und lassen sie ihr verlogenes Shalom weg, das ist widerwärtig und zynisch.

    Kuss uchta!

  • 26 Roman // Feb 3, 2010 at 23:40

    http://blog.maschiach.de/22-09-2009/unwaehlbar-nicole-gohlke-die-linke/

    Die Ausrichtung der LINKEn ist doch mittlerweile klar…

  • 27 Rainer David W. Früh // Feb 4, 2010 at 00:22

    @ luger
    ich kann Sie beruhigen: Ich halte Sie nicht für einen Antisemiten. Sie sind, nach dem, was sie hier abgesondert haben und in welcher Tonalität Sie es getan haben, nur ein ganz normaler Schwachkopf!

  • 28 Yael // Feb 4, 2010 at 15:05

    Früher liefen sie mit, heute bleiben Sie sitzen – Offener Brief an eine Abgeordnete

    Sehr geehrte Frau Dagdelen,

    Respekt ist das, was einen überkommt, wenn man zurückblickt, lat. respectare. Am Jahrestag der Befreiung von Auschwitz saßen Sie im Deutschen Bundestag. Sie saßen da, als Schimon Peres zurückgeblickt hat und seinen Großvater vor sich sah, wie er ihn, den Elfjährigen, in einen Zug setzt, der ihn nach Israel bringt, bevor ihn Deutsche umbringen konnten. Sie saßen da, als er, der Überlebende, das Kaddisch sprach für sechs Millionen, die ermordet wurden, und saßen da, als er, der Präsident des Staates Israel, sagte “Nie wieder.” Sie saßen da und blieben sitzen, als sich der Bundestag erhob.

    Sie sitzen aber nicht, das ist uns klar, für eine Nazi-Partei im Parlament, sondern stehen für DIE LINKE. In Ihrer Fraktion werden Sie als “Sprecherin Migrations- und Integrationspolitik” geführt. Zu wem sprechen Sie, wenn Sie sitzen bleiben? Sind auch die Anhänger der Hisbollah darunter, mit denen Sie auf Demos gehen und den “Tod! Tod Israel!” verlangen? Antisemitismus ist die Leidenschaft, die den Tod der Juden wünscht.

    Einfach der Unwille mitzufühlen. Der einfache Wille, nichts wissen zu wollen. Früher liefen sie mit, heute bleiben Sie sitzen, es widert uns an. Die Kirchen, die wir bespielen, sind Kirchen der Kulturen, es sind offene Häuser, und manche Gespräche werden darin so offen geführt, dass es weh tun kann. Auch Sie sind hier zu Gast gewesen. Sie werden es nicht mehr sein, Sie sind uns nicht erwünscht. Sie haben denen, die überlebt haben, den Respekt verweigert, unseren haben Sie restlos verloren.

    Pfr. Barbara von Bremen | St. Petri-Kirche Dortmund
    Pfr. Thomas Schöps | Bleckkirche Gelsenkirchen
    Pfr. Thomas Wessel | Christuskirche Bochum

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/frueher_liefen_sie_mit_heute_bleiben_sie_sitzen_offener_brief_an_eine_abgeo/

  • 29 One Minute // Feb 4, 2010 at 20:31

    @ Rainer David W. Früh
    Peres leugnet nicht nur den Völkermord an den Armeniern, sondern betreibt offensive Propaganda für die Türkei. Ihre Ignoranz ist bezeichnend. Sie müssen nur googlen, um diese Informationen zu erhalten. Israel betreibt seit jahrzehnten eine massive Dämonisierungs- und Stigmatisierungspolitk gegenüber den Armeniern, um der Türkei den Hof zu machen.

    Die jüdische Diaspora mischt dabei kräftig mit. Hier der Blog einer Armenierin: Wiederlegen Sie das mal!!!
    http://madlens-blog.blogspot.com/2008/06/die-jdische-diaspora-und-die_09.html

  • 30 Yael // Feb 5, 2010 at 14:56

    Die “jüdische Diaspora” gibt es schon mal gar nicht.

  • 31 udosefirtoh // Feb 5, 2010 at 16:13

    @A.Melzer
    “Man mag in Deutschland leider auch lebende Juden und erweist diesen zu viel Ehre. Manchmal allerdings auch den richtigen, wie zB Daniel Barnboim oder Alfred Grosser oder Felicia Langer.

    Das ist doch wohl nicht Ernsthaft gemeint?
    ICH BIN EMPÖRT, wohin soll das führen;
    darf ich dartan erinnern… soll am Ende so-
    etwas wie…. Jude=Israeli kommen.
    Und darf es dann nach dieser Logik, keine
    DEUTSCHEN JUDEN geben!

  • 32 udosefirtoh // Feb 5, 2010 at 16:20

    @Yael
    “„Im Namen des Friedens gegen Israel zu sein, ist etwas Neues. Denn dieses Ressentiment hat alle praktischen und politischen Beweggründe abgestreift. [...] Dieser neue Antisemitismus erwächst weder aus niedrigen Instinkten noch ist er Ausfluss ehrbarer politischer Absichten. Er ist die Moralität von Debilen. ”

    Optimist, aber der Irrsinn wird erst durch den
    Umkehrschluß sichtbar ….
    danach wäre…. Wer für den Krieg ist-ist für
    Israel.
    Ich halte das für eine Modeerscheinung. Jeder
    infantilisiert sich so, wie Er es verdient hat!

    Nochmals Yael… ein Antisemit steht wenigstens
    für seine Einstellung ein, solches aber ist aus -
    tauschbar.

  • 33 max // Feb 5, 2010 at 18:42

    meine fresse,
    das scheint ja ein vollkommen neuer hobbyzweig zu sein, überall den antisemitismus zu finden.
    es ist ja nicht so, dass man das sitzenbleiben von wagenknecht und co. nicht diskutieren könnte, aber dieses hassdebattenniveau hier ist ungefähr so fruchtbar wie das amerikanischer ultrakonservativer. hier wie dort kann man sich sicher sein: bist du nicht für uns, so bist du gegen uns! hier wird dann noch das attribut “antisemit” mit drangehängt. erbärmlich …

  • 34 schlafen // Feb 6, 2010 at 20:37

    Sahra Wagenknecht hätte wohl Hitler, Stalin, Mao und Polpot nicht überlebt – vielleicht will sie die Bundesrepublik überleben.

  • 35 Jutta Venske // Feb 6, 2010 at 22:39

    >>Der Tag der Opfer des Nationalsozialismus darf nicht missbraucht werden!<<
    ….um dem israelischen Faschismus für seine "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" in der Vergangenheit – Absolution zu erteilen und seine geplanten Verbrechen bereits in der Planungsphase zu legitimieren.

    ISRAEL hat sein Existenzrecht – wenn es ein solches denn jemals gab – im Blut palästinensischer Frauen und Kinder erstickt.

    Meine uneingeschränkte Hochachtung für die "Sitzenbleiber" und besonders für S.W.
    Wer die Hetzrede des Herrn Peres gehört – und dennoch Achtung und Zustimmung vor diesem Politverbrecher bekundet hat, besudelt sich nicht nur mit dem Blut unschuldiger Opfer dieser "auserwählten" religiösen Faschisten – er sollte auch von seinen Wählern die Quittung für seine Verachtung deutschen Wählerwillens bekommen.

  • 36 schlafen // Feb 7, 2010 at 00:25

    … na gut !
    Sahra Wagenknecht will ihr eigenes Ich ausleben.

  • 37 A.Bundy // Feb 7, 2010 at 10:41

    Und zum Schluss schlägt auch noch die judenhassende Jutta hier auf. Anscheinend immer noch in ihrer angepissten Depriphase wegen all der verpassten Chancen qua zu später Geburt. Du würdest schon gern die Juden wieder ins Gas prügeln. Vergiss es, da wird nichts draus, du durchgeknalltes Miststück!

  • 38 Yael // Feb 7, 2010 at 16:29

    Diese “Dame” (Jutta) ist die erste, die sich hier eindeutig antisemitisch äußert. Sie steht in guter, alter Tradition der Nazis.

  • 39 udosefirtoh // Feb 7, 2010 at 17:06

    @Jutta Venske
    “Wer die Hetzrede des Herrn Peres gehört – und dennoch Achtung und Zustimmung vor diesem Politverbrecher bekundet hat, besudelt sich nicht nur mit dem Blut unschuldiger Opfer dieser “auserwählten” religiösen Faschisten – er sollte auch von seinen Wählern die Quittung für seine Verachtung deutschen Wählerwillens bekommen.”

    Klartext und ohne Ausweichen…

    Wo war hier eine Hetzrede? Kennen Sie über-
    haupt die Rede und was missfällt Ihnen an dieser
    - ebenso…

    was soll das mit…
    “auserwählten” religiösen Faschisten – “

  • 40 Jutta Venske // Feb 8, 2010 at 14:03

    @ udosefirtoh

    Ja, ich kenne die Rede.
    Hier die Passagen, die meine Vorurteile zur Sekte des Herrn Adolf oder auch Avigdor Bundy und seinen zahlreichen Pseudonymen bestätigen :

    (Arbeitstext)

    Zu welchen Gräueltaten ist der Mensch fähig? Wie kann er seinen moralischen Kompass abstellen? Die Logik lähmen? Wie kann ein Volk sich als “Herrenrasse” (auserwählt) betrachten, und den Mitmenschen als null und nichtig?

    Die Drohungen, unser Volk und unseren Staat zu zerstören, werden im Schatten von Massenvernichtungswaffen (wieder mal ?)ausgestoßen, die im Besitz irrationaler Menschen sind, (wie z.B. dem isr. Außenminister-Herrn Avigdor Liebermann) die nicht zurechnungsfähig sind und die nicht die Wahrheit sprechen.

    Und Sie, Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel, haben die Herzen unseres Volkes mit Ihrer Aufrichtigkeit und Wärme erobert. Sie erklärten vor den beiden Kammern des US-amerikanischen Kongresses: “Ein Angriff auf Israel kommt einem Angriff auf Deutschland gleich”. Diese bewegenden Worte unverbrüchlicher Unterstützung werden wir niemals vergessen. (und das deutsche Volk bei Ihrem Wort nehmen)

    Israel ist ein jüdischer und demokratischer Staat, in dem rund 1,5 Millionen gleichberechtigte arabische Bürger leben. Wir werden es nicht zulassen, dass jemand wegen seiner Nationalität oder Religion diskriminiert wird. (niemand hat hier gelacht)

    Es gelüstet uns nicht nach Gebieten, die uns nicht gehören. Und wir hegen auch kein Interesse, ein anderes Volk zu beherrschen, dürfen aber unsere Augen trotz allem nicht verschließen. Unser nationales Begehren ist klar und eindeutig: Frieden mit unseren Nachbarn zu erreichen.

    Sie wissen, dass Israel dem Grundsatz “zwei Staaten für zwei Völker” zustimmt. Auch jetzt sind wir bereit, auf Gebiete zu verzichten, um mit den Palästinensern Frieden zu schließen. Sie sollen einen eigenen Staat errichten, einen unabhängigen, gedeihenden und friedliebenden Staat.

    Ebenso wie unsere Nachbarn (welche Nachbarn ?)
    identifizieren auch wir uns mit den Millionen Iranern, die gegen die Diktatur und Gewalt rebellieren. Genau wie sie lehnen wir ein fanatisches Regime ab, das die Charta der Vereinten Nationen missachtet.
    Ein Regime, das mit Zerstörung droht und Atomkraftwerke und Nuklearraketen besitzt, mit denen es sein eigenes Land wie auch andere Länder terrorisiert. Ein solches Regime ist eine Gefahr für die ganze Welt.

    Der uns allen gemeinsame Gott ist der Gott des Friedens. Nicht der Gott des Krieges.

    (eigene Anmerkungen in Klammern)

  • 41 Jutta Venske // Feb 8, 2010 at 14:10

    Wie gesagt :
    Nach dieser Rede wurde von den Vertretern unseres Staates stehend applaudiert.
    Nach der Anschuldigung gegen den IRAN, die Welt mit Atomkraftwerken und Nuklearraketen zu bedrohen, wurde die Rede durch anhaltenden Zwischenapplaus unterbrochen….

    Da standen sie und applaudierten : Biedere deutsche Mörder und ihre Marionetten…
    Die Schleyers, die Bubacks und die Nie-und Jedermanns – einträchtig neben den Eich – und Ackermanns – den Friedmans wie den Liebermanns.
    Alles wie gehabt !!
    Was fehlte, war eigentlich nur noch die Frage des armseligen, senilen Bettlers, der mit seiner Holocaustkeule vom Opfer längst zum Täter geworden ist :

    „Wollt Ihr den Totalen Krieg – den Totalen Krieg gegen Alle, die uns nicht gehorsam folgen und unsere göttliche Auserwähltheit akzeptieren ??“

    Und wie aus einem Munde hätten hunderte willige Kehlen aus allen Richtungen dem dümmlichen Faschisten ihr „JA“ entgegengebrüllt.

    In diesen Minuten habe ich begriffen, dass es manchmal zur GEWALT keine Alternative gibt.

    Und ich habe verstanden, dass es gelegentlich mehr Courage erfordert, sitzen zu bleiben, als aufzustehen.

  • 42 Basisbanalität // Feb 9, 2010 at 01:55

    Jutta Venske,

    aus jeder Ihrer Zeilen trieft so viel hässlichster Antisemitismus, dass man daraus eigentlich einen eigenen Artikel machen könnte. Aber man sollte wohl nicht jedem, der im Internet seine kleinen braunen Häufchen hinterlässt, gleich solche Ehre zuteil werden lassen.

  • 43 Yael // Feb 9, 2010 at 12:24

    Venske, Sie sind wirklich die widerlichste Antisemitin und Holocaust- und Nazirelativiererin, die mir jemals begegnet ist.

    Hier finden Sie sich hervorragend beschrieben:

    Eine Arbeits-Definition von Antisemitismus
    nach der European Union Agency for Fundamental Rights (ehemals EUMC)*
    (Januar 28, 2005)

    Der Sinn dieses Dokuments ist eine praktische Anleitung für das Identifizieren, das Sammeln von Angaben und die Unterstützung der Umsetzung und Durchsetzung von Gesetzen, die vom Antisemitismus handeln.

    Antisemitismus ist eine gewisse Vorstellung zu Juden, die als Hass gegen Juden ausgedrückt werden kann.

    Rhetorische und physische Ausbrüche von Antisemitismus sind gegen Juden und nicht-jüdische Individuen gerichtet, und/oder gegen ihr Eigentum oder gegen Institutionen jüdischer Gemeinden und religiöse Einrichtungen.

    Zusätzlich können solche Ausbrüche auch den Staat Israel zum Ziel haben, wenn er als jüdisches Kollektiv gesehen wird.

    Antisemitismus beschuldigt Juden oft, mit Verschwörungen der Menschheit schaden zu wollen. Oft werden Juden für alles verantwortlich gemacht, “was falsch läuft”. Das wird in Worten, schriftlich, visuell und mit Taten ausgedrückt. Verwendet werden finstere Stereotypen und negative Charakterzüge.

    Zeitgenössische Beispiele von Antisemitismus im öffentlichen Leben, in den Medien, Schulen, am Arbeitsplatz und im religiösen Bereich können folgende Elemente enthalten, unter Berücksichtigung des Kontextes. Die Liste ist allerdings nicht vollständig:

    * Im Namen einer radikalen Ideologie oder einer extremistischen religiösen Sicht aufrufen, helfen oder rechtfertigen, Juden zu töten oder ihnen zu schaden.
    * Das Äußern verlogener, entmenschlichender, dämonisierender oder stereotyper Vorurteile über Juden, wie etwa die Macht der Juden als Kollektiv, der Mythos einer jüdischen Weltverschwörung oder Behauptungen über jüdische Kontrolle der Medien, der Wirtschaft, der Regierung oder anderer gesellschaftlicher Einrichtungen.
    * Juden als Volk zu beschuldigen, oder Juden für reale oder vermeintliche Vergehen einzelner jüdischer Personen oder Gruppen verantwortlich zu machen oder gar wegen Vergehen zu beschuldigen, die Nichtjuden begangen haben.
    * Die Tatsache, den Umfang, die Mechanismen (etwa die Gaskammern) oder die Absicht des Völkermords am jüdischen Volk zu verleugnen, der durch die
    * Täterschaft des nationalsozialischen Deutschland, seiner Unterstützer oder Komplizen während des Zweiten Weltkriegs begangen wurde. (Holocaust)
    * Die Juden als Volk oder Israel als Staat zu verklagen, den Holocaust erfunden oder übertrieben (dargestellt) zu haben.
    * Jüdische Bürger zu beschuldigen, zu Israel oder den vermeintlichen weltweiten Prioritäten von Juden loyaler zu sein als den Interessen ihrer eigenen Nationen.

    Beispiele, wie sich Anti-Semitismus zum Staat Israel manifestiert in einem umfassenden Kontext:

    * Dem jüdischen Volk das Recht auf Selbstbestimmung abzusprechen, etwa durch die Behauptung, der Staat Israel sei ein rassistisches Vorhaben.
    * Die Anwendung eines doppelten Standards, indem an Israel Verhaltensansprüche gestellt werden, wie an keine andere demokratische Nation.
    * Eine Charakterisierung Israels oder der Israelis unter Verwendung von Symbolen und Bildern des klassischen Antisemitismus wie dem Vorwurf, Juden hätten Jesus getötet oder Blutslegenden.
    * Der Vergleich der heutigen Politik Israels mit der Politik der Nazis.
    * Juden kollektiv für das Verhalten des Staates Israel verantwortlich zu machen.

    Sie sind eine Schande für alle Deutschen!
    Eine Anzeige wegen Volksverhetzung behalte ich mir vor.

  • 44 schlafen // Feb 9, 2010 at 14:21

    Ja, ja … wie der Opa und der Vater, so auch die liebe Tochter!
    Da zieht sich eine braune Spur aus der Nazi-Kloake bis in unsere Zeit.
    Das die Nazi nie neue Sprüche lernen … sehr beschränkt, wie wärs: Tod den Pinguinen! oder verrecke drecks Schäferhund! Aber nein, die lernen es nie und das sind die hellen!

  • 45 udosefirtoh // Feb 9, 2010 at 17:49

    @Jutta Venske
    “„Wollt Ihr den Totalen Krieg – den Totalen Krieg gegen Alle, die uns nicht gehorsam folgen und unsere göttliche Auserwähltheit akzeptieren ??“

    Das ist eine Gemeinheit und kein Sarkasmus!
    Auserwähltsein hat etwas mit dem Bund zu tun,
    aber warum erzähl ich Ihnen das. Auch die Ana-
    logie zur “Sportpalst-Rede” ist eine Beleidigung.

    “In diesen Minuten habe ich begriffen, dass es manchmal zur GEWALT keine Alternative gibt.”

    Quatsch, es gibt immer Alternativen.

    Aber es sieht so aus, als ob Sie Ihre Vorurteile
    ausleben wollen, verbal.

    Ich fand die Rede Klasse.

  • 46 Basisbanalität // Feb 9, 2010 at 19:03

    Liebe Diskutierende,

    ich verstehe ja sehr gut, dass die Emotionen angesichts dämlicher/antisemitischer Kommentare hochkochen. Ich bitte aber dennoch um sprachliche Mäßigung und mehr Sachlichkeit.

    Einige Kommentare habe ich nicht freigeschaltet. Ich bin juristischer Laie und habe keine Lust auf rechtliche Probleme, weil bestimmte Beleidigungen evtl. strafbar sind.

  • 47 Schula // Feb 9, 2010 at 22:44

    Die Antisemitin Venske ist nur ein weiteres Beispiel, wie sehr Linksextremisten Nazis bzw. Nazissen ähneln. Typisch ist die antisemitische Interpretation des religiöses Konzepts “auserwählt”, typisch die Relativierung und somit Leugnung der Shoa in dem man Israel und Juden mit diesen unsäglich deutschen Verbrechen vergleicht.
    Wenn die meint, die könnte ihr antisemitisches Süppchen auf Kosten von 6 Millionen durch ihre Nazivorfahren ermordeten Juden kochen zu können, hat sie sich geschnitten.
    Venske: Ich schlage Ihnen vor, sofort zur NPD zu wechseln, die können es nicht besser als Sie, denn dann wächst endlich zusammen,was schon immer zusammen gehörte.

  • 48 mehrdad beiramzadeh // Feb 10, 2010 at 14:59

    sehr glaubwürdig, dass ewiggestrige stalinisten, die während die menschen draussen den fall der mauer feierten, sich im stillen kämmerlin zurückzogen und heulten 8wagenknecht), sich einerseits als glühende verfechter der menschenrechte aufspielen, wenn es um die bösen bösen juden geht, aber anderseits keinerlei berührungsängste haben, wenn es um verteidigung mörderische diktaturen wie im iran, china, kuba, sogar nordkorea geht.

    vergleichen sie nur, wie stark und häufig sich linke antisemiten gegen israel äussern, und wie laut sie zum wahren völkermord in darfur schweigen.

    die einzigen deutschen, die nach dem 2 Wk JUDEN herrausselektiert haben, waren linke deutsche RAF terroristen 1976 in entebe.

    diese leute und ihre nachgeburt (linke, moderne judenhasser) sind um ein vielfaches gefährlicher für juden, als die paar dumme nazis, die irgendwo im östlichen pampa rumgröllen.

  • 49 udosefirtoh // Feb 10, 2010 at 17:56

    @A.Bundy
    “Und zum Schluss schlägt auch noch die judenhassende Jutta hier auf. Anscheinend immer noch in ihrer angepissten Depriphase wegen all der verpassten Chancen qua zu später Geburt. Du würdest schon gern die Juden wieder ins Gas prügeln. Vergiss es, da wird nichts draus, du durchgeknalltes Miststück!”

    Muß solches sein, das ist eine glatte Beleidi-
    gung; OK – Ihr Text war ebenfalls grenzwertig;
    aber gleiches mit gleichem vergelten?
    Wo soll da der Sinn sein?
    Persönliche Beleidigungen sind ein Zeichen
    der Schwäche und sonst NICHTS.

  • 50 Schula // Feb 10, 2010 at 18:40

    Ihr Text war nicht grenzwertig, sondern widerlichster Antisemitismus!!!!!!!!!!!

  • 51 schlafen // Feb 10, 2010 at 19:00

    “durchgeknalltes Miststück”, klingt aber gut und ist passend, was soll man da machen?

  • 52 udosefirtoh // Feb 10, 2010 at 19:41

    @Schula
    “Ihr Text war nicht grenzwertig, sondern widerlichster Antisemitismus!!!!!!!!!!!

    Also das ist GRENZWERTIG oder was soll
    Antisemitismus denn sonst sein?

    @schlafen
    ““durchgeknalltes Miststück”, klingt aber gut und ist passend, was soll man da machen?

    Ja gute Frage….

  • 53 Schula // Feb 10, 2010 at 19:47

    “Also das ist GRENZWERTIG oder was soll
    Antisemitismus denn sonst sein?”

    Grenzwertig klingt so, als wäre die Stufe zum Judenhaß noch nicht erreicht. Wenns Antisemitismus ist, kann mans auch so hinschreiben.

  • 54 Die Lehren der Geschichte « // Jul 14, 2010 at 21:57

    [...] Tibet oder eben auch Hitler mit den Juden.“ (Abraham Melzer, Herausgeber der Zeitschrift Semit, in einem Kommentar vom 2. Februar 2010 zum Beitrag „Sahra und die toten Juden“ auf dem Weblog [...]

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